Raiffeisen Wollishofen
Das Gebäude wurde im Jahr 1898 als eines der ersten städtischen Häuser in Zürich Wollishofen erbaut. Es befindet sich an einer exponierten Ecksituation, heute im Zentrum des Quartiers. Die Fassade aus der Gründerzeit ist vielgliedrig und reich verziert und das Erdgeschoss setzt sich als öffentlicher Sockel deutlich von den Obergeschossen ab. Die Umbaumassnahmen für Raiffeisen finden an der spitzwinkligen Gebäudeecke, im südlichen Teil des Erd- und Untergeschosses statt. Die Geschäftsstelle folgt dem Konzept einer Beraterbank. Im Zentrum steht nicht mehr das Geschäft mit Bargeld, sondern die individuelle Beratung der Kunden. Der abgewinkelte Verlauf der Aussenwand an der Gebäudeecke wird von einer abgewinkelten Schrankwand im Inneren beantwortet. So entsteht ein spezifischer Raum mit sechseckigem Grundriss, der das Potenzial seiner Ecklage aktiviert. Zwei tragende Stützen werden in die Schrankwand eingebettet; die dritte steht inmitten des Kundenraums und wird zu einem raumprägenden Element. Die Kombination von Holz und Gummi ist der Schiffsarchitektur entlehnt und verortet die neue Beraterbank in Wollishofen, der Werft von Zürich. Wand- und Deckenbekleidungen sind durchgehend aus dem Furnier einer einzigen Schweizer FSC-zertifizierten Ulme gefertigt. Die Fügungen der Teile und Materialübergänge zu den stoffbespannten Akustikplatten sind über sichtbar verschraubte Vollholzleisten akzentuiert.
| Ort | Mutschellenstrasse, Zürich |
|---|---|
| Programm | Umbau, Bankfiliale mit Kundenraum und Personalbereich |
| Bauherrschaft | Raiffeisen Schweiz Genossenschaft, Niederlassung Zürich |
| Auftragsart | Direktauftrag |
| Jahr | 2016 – 2018 |
| Projektteam | Tilmann Schmidt, Daniela Zimmer, Pauline Bach, Benedikt von Scholley |
| Baumanagement | Archobau |
| Tragwerk | Schnetzer Puskas Ingenieure |
| Haustechnik | W&P Engineering |
| Elektro | Nay und Partner |
| Bauphysik | 3-Plan Haustechnik |
| Bildnachweis | Fotografie: Roman Keller |