Stadtarchiv und Ambulanz
Der Neubau für das Stadtarchiv und die Ambulanzgarage befindet sich an zentraler Lage auf dem ehemaligen Gaswerk Areal in Biel. Das Stadtarchiv als kollektives Gedächtnis der Stadt soll die Erinnerung an das Stück industrieller Stadtgeschichte weitertragen. Nach aussen hin niedrig in Erscheinung tretend, bäumt sich der Baukörper im Innern über mehrere Geschosse auf und wird von weither sichtbar.
Ziel des Neubaus ist es die beiden unterschiedlichen Nutzungen in einem kompakten Gebäude zu vereinen und ihnen gleichzeitig ein hohes Maß an räumlicher Flexibilität und starker Identifikation zu ermöglichen. Auf den unteren zwei Geschossen befindet sich die Ambulanzgarage, im nördlichen Kopfbau stapelt sich das Archiv über mehrere Geschosse. Vor dem Hintergrund der Bieler Industriegeschichte und im Kontext seiner unmittelbaren Umgebung sucht der Neubau einen selbstbewussten Ausdruck, der sich gleichzeitig natürlich ins Geviert einfügt. Dafür werden Elemente der zeitgemässen mit Elementen der klassischen Industriearchitektur zu einem eigenständigen Ausdruck verdichtet. Vorgefertigte Rippendecken und die Betonteile der Fassade verweben sich mit feingliedrigen Industriefenstern. In den Innenräumen entsteht eine Atelierstimmung, die an die langjährige Zwischennutzung alter Industriehallen erinnert. Die vorgesehene Materialisierung in Beton und Trapezblech fügt sich in die Tradition des Gevierts ein und ergänzt dieses mit einer verwandten Komponente.
| Ort | Silbergasse, Werkhof-, Matten- und Gartenstrasse, Biel |
|---|---|
| Programm | Stadtarchiv mit Magazinen, Ausstellung und Bibliothek, Sanität |
| Auftragsart | Wettbewerb offen, 2.Preis |
| Jahr | 2017 |
| Projektteam | Daniela Zimmer, Tilmann Schmidt, Danielle Nagila, Marta Lozo, Yorgos Lavantsiotis, Justus Ullmann |
| Tragwerk | Schnetzer Puskas Ingenieure |
| Bildnachweis | Visualisierungen: ZSA |