Uettligen West
Bei der Weiterentwicklung des Dorfes Uettligen soll ein Dialog mit dem Ort mit starken Verbindungen zu den bestehenden baulichen und freiräumlichen Strukturen entstehen. Am Übergang zur offenen Landschaft gelegen, bildet hier nicht nur die Dorfstruktur den spezifischen Kontext, sondern gleichermassen die landwirtschaftliche Aussenraum- und Bebauungsstruktur. Anstatt das zur Verfügung stehende Terrain mit einer Vielzahl von Volumina zu verbauen, wird die geforderte hohe Anzahl von Wohnungen in grössere zusammengesetzte Häuserstrukturen zusammengefasst, die benachbarten Hofstrukturen dienen als Vorbild. Als volumetrischer Grundbaustein dient das bestehende, schutzwürdige Bauernhaus, welches nicht nur als identitätsstiftendes Gebäude erhalten bleibt, sondern gleichzeitig zur DNA der weiteren Entwicklung wird. Durch eine feine Höhenabstufung und die ortstypisch verdrehte Stellung der Baukörper zur Strasse hin entstehen hier typische Schwellenräume und sanfte Siedlungskanten am Übergang zur Landschaft. Durch die Stellung der einzelnen Hofgruppen zueinander bleiben Sichtachsen sowohl parallel als auch quer zum Hang erhalten und eine freiräumliche Verschränkung entsteht nach allen Seiten. Rund 80 Wohnungen für drei Bauherrschaften (Genossenschaft, Miete, Eigentum) befinden sich in sechs kompakten Gebäuden mit unterschiedlichen Wohnungstypologien.
| Ort | Uettligen, Wohlen BE |
|---|---|
| Programm | Entwicklung Wohnbaugebiet am Ortsrand und Übergang zur Landschaft / Miet-, Eigentums- und Genossenschaftswohnungen |
| Bauherrschaft | Einwohnergemeinde Wohlen / Wohnbaugenossenschaft Wohlen, Altavista AG, Grünenwald Immobilien |
| Auftragsart | Studienauftrag auf Einladung, 1. Preis |
| Jahr | 2019 – 2020 |
| Projektteam | ARGE SAGA/Zimmer Schmidt: Daniela Zimmer, Salome Gutscher, Tilmann Schmidt, Marta Lozo |
| Landschaft | Duo Landschaftsarchitekten |
| Bildnachweis | Visualisierung: loomn |