Textilmuseum

Wettbewerb offen
St. Gallen, 2020

Sinnlich und Hightech - Die Erweiterung des Textilmuseums kombiniert die haptisch sinnlichen Eigenschaften eines Stoffes mit den Hightech-Anforderung an heutige Textilien und übersetzt diese in eine eigenständige Architektur. Statisch steht der „Leichtbau“ auf der Primärstruktur des Bestands, energetisch profitiert dieser vom Neubau und dem technischen Fortschritt.

Struktur und Stoff - Eine leichte Holzstruktur ersetzt das bestehende Museumsdach mit einem eigenständigen Dach, das sich zeltartig über die letzte Geschossdecke spannt und sich so vom kräftigen Horizontalgesims des Bestands absetzt. Vier unterschiedlich geneigte Hauptträger überspannen das Gebäude und leiten die Lasten geradlinig in die Tragstruktur des Altbaus ab. Die Aussenhülle fällt wie ein Tuch über die Struktur, wodurch diese nach aussen abgebildet bleibt. So gründet die Erscheinung des neuen Museumsdachs auf den Prämissen und Proportionen des Bestands: Die architektonische Gliederung in einen Mittelrisalit mit zwei Seitenrisaliten findet im Dach seine strukturelle Übersetzung.

Intelligente Hülle - Der Anspruch an die neue Haut ist hoch. Ziel ist ein nachhaltiger Umgang mit dem Bestand, der die heutigen Möglichkeiten ausschöpft. Das neue Dach liefert die Energie nicht nur für die Erweiterung selbst sondern auch für den Bestand. Solarschindeln überziehen das Dach und schaffen eine Ornamentik, die ihre Funktion abbildet und gleichzeitig in einen Dialog mit dem stark ornamentierten Bestand tritt.

OrtSt. Gallen
ProgrammUmbau und Erweiterung Museum
BauherrschaftStiftung Textilmuseum St. Gallen
Auftragsart Wettbewerb offen
Jahr2020
ProjektteamARGE SAGA/Zimmer Schmidt: Daniela Zimmer, Salome Gutscher, Tilmann Schmidt
Rautistrasse 19
8047 Zürich
mail@zimmerschmidt.ch