Rainstrasse
Eine vielschichtige Verdichtung in der Kernzone, die unter Wiederverwendung des ursprünglichen Fassadenmaterials Identität und Charakter wahrt. Der Ersatzneubau steht an erhöhter Hanglage und ersetzt eine bestehende Scheune sowie ein dreigeschossiges Wohngebäude. Die sperrige Stellung und Kubatur der Bestandsgebäude bleiben erhalten, wobei die Baulücke durch einen Neubau geschlossen wird, der die Vorgaben zu Höhe und Nutzung innerhalb der Kernzone einhält. Das Projekt greift die Typologie der umliegenden Flarzhäuser, die durch Teilung, Umnutzung und Erweiterung entstanden. Analog dazu entsteht hier ein additives Wohngebäude, das durch die Komposition verschiedener Bauteile eine vielgliedrige Struktur generiert. Innerhalb der bestehenden Kubatur werden acht unterschiedliche Wohnungen realisiert, darunter klassische Geschosswohnungen und doppelgeschossige Maisonette-Einheiten unter dem Dach. Der Neubau wird als Kombination aus massiver Einsteinmauerwerksfassade und hinterlüfteter Holzfassade realisiert. Die geneigten Dächer werden mit ortstypischen Ziegeln gedeckt und nach Süden durch eine dachintegrierte Photovoltaikanlage ergänzt. Die Fassade der ehemaligen Scheune wird mit den Brettern des ursprünglichen Ökonomiegebäudes verkleidet. Diese wurden sorgfältig demontiert, gereinigt und eingelagert, um sie für die neue Fassade wiederzuverwenden.
| Ort | Rainstrasse, Stäfa |
|---|---|
| Programm | Ersatzneubau einer Scheune und eines Wohnhauses in der Kernzone |
| Bauherrschaft | Echtlen Immo AG |
| Auftragsart | Direktauftrag |
| Jahr | 2021 – 2024 |
| Projektteam | Daniela Zimmer, Tilmann Schmidt, Caroline Bru (PL), Rebecca Jordan, Denisa Balaj, Till Stanke |
| Baumanagement | Baureal |
| Tragwerk | Schnetzer Puskas Ingenieure |
| Haustechnik | Schoch Reibenschuh |
| Elektro | De Boni Elektro |
| Bauphysik | Visplanum |
| Bildnachweis | Fotografie: Rasmus Norlander, ZSA |