Weinbergstrasse
In der Gründerzeit-Villa befinden sich zwei Geschosswohnungen mit wunderbarer Aussicht über den Zürichsee. Vom eigenen Garten, der nach Osten stark abfällt, sind sie jedoch weitgehend entkoppelt. Entgegen vielen Neubauprojekten in der Nachbarschaft soll das Haus bestehen bleiben und erweitert werden, um die mögliche Baumasse zu realisieren. Dabei ist es ein grosses Anliegen der Bauherrschaft, das Haus stärker mit dem Garten zu verbinden und die Hausgemeinschaft über einen gemeinsamen Aussenraum zu stärken.
Ein eingeschossiger Neubau im Garten wird zum Vermittler zwischen den unterschiedlichen Niveaus und bietet auf seinem Dach einen gemeinschaftlich genutzten Aussenraum für alle Bewohner. Der Ersatz des bestehenden Garagenanbaus durch einen stählernen Terrassenanbau ermöglicht den beiden Altbauwohnungen den direkten Zugang zum Garten und zur Terrasse, über die auch die Zugänge zu den ausgebauten Atelierwohnungen im Sockelgeschoss des Bestands erfolgen. Das Thema der Verbindung von Haus und Garten findet sich in der architektonischen Sprache der hinzugefügten Teile wieder. Vorbauten und Geländer sind als farbige Rankgerüste ausformuliert, die sowohl zur visuellen Brücke zwischen Alt und Neu als auch zur physischen Brücke zwischen Haus und Garten werden. Eingriffe im Bestand sind klar ablesbar und ergänzen die Geschichte des Hauses mit einer weiteren Zeitschicht.
| Ort | Weinbergstrasse, Kilchberg |
|---|---|
| Programm | Umbau und Erweiterung MFH |
| Bauherrschaft | Privat |
| Auftragsart | Studienauftrag, 1.Preis |
| Jahr | 2019 – 2021 |
| Projektteam | Daniela Zimmer, Tilmann Schmidt, Caroline Bru, Gabriel Disner |
| Baumanagement | Zimmer Schmidt |
| Tragwerk | Schnetzer Puskas Ingenieure |
| Haustechnik | Planea |
| Bauphysik | Visplanum |
| Bildnachweis | Fotografie: Rasmus Norlander |